Ultralauf 13

Eine besonders schöne Fotodokumentation von unserem Ultraläufer Eckhardt Seher findet Ihr unter folgendem Link:

Ultralauf 13 - vom Rabenberg über Grumbach und Holzhau nach Dresden - 06. bis 08. März 2026

Laufberichte 2026

Pierre Wellhöfer

Palim..Palim… Telefon, Hartmut hier, Du könntest spontan einen Startplatz bekommen? Sozusagen als Krank-Vertretung. Oki-Doki los geht’s. Lauf-Abenteuer Ultralauf Dresden kann kommen.

Was für ein Wochenende! Was bereits am Freitag begann und am Sonntag endete. In Zahlen insgesamt: 193,69 km mit 4036 Höhenmetern in drei Tagen.

Tja das sind aber bloß Zahlen. Mit dem Begriff Ultra-Lauf tue ich mich auch zunehmend schwer. Das hat in unserer…Höher…Schneller…Weiter Gesellschaft so einen faden Beigeschmack für mich. Ich bin nichts Besseres oder Besonderes. Ich muss niemanden etwas beweisen. Ich liebe es einfach, an der frischen Luft mich zu bewegen. Und am besten noch in einer so wunderschönen Landschaft wie dem Erzgebirge. Was solche langen Lauf-Wochenenden für mich besonders wertvoll machen sind all die Menschen, die mir mit jedem Kilometer so sehr ans Herz gewachsen sind😌. Die gemeinsame Zeit, die man miteinander verbringt, ist so intensiv 🫶. In schwierigen wie in leichten Zeiten bei so einem langen Lauf. Das schweißt unendlich zusammen. All das, was ich so sehr schätze bei solchen Läufen. Man vergisst Raum und Zeit die vielen Stunden. Der Alltag ist so fern. Eine richtige Familie für mich in Laufschuhen. Ich hoffe, das wertvolle Gut bewahren wir uns.

Etappe 1 / 64 km und 1539 Hm
Freitag
Wir sind am Freitag in Rabenberg bei Johanngeorgenstadt gestartet. Vorbei an traumhaften Landschaften des Erzgebirges. Hinauf über Fichtelberg mit Ziel Grumbach. Auf den noch verreisten Wegen ist unser lieber Hartmut Kohn mit dem Rad so schwer gestürzt das die Bergwacht ihn ins Krankenhaus gebracht hat. Was für ein Schock! Du bist zu jedem Zeitpunkt mit uns in Gedanken weiter gelaufen lieber Hartmut. Und wir wünschen dir alles erdenklich Gute. Bei den letzten km bin ich noch leicht umgeknickt😩.

Etappe 2 / 61 km und 1329 Hm
Samstag
In den Morgen bin ich humpelnd gestartet. Mit vielen Gedanken um meinen Fuß. Sauber laufen dachte ich mir, um keine Fehlbelastung zu provozieren. Spielabbruch stand im Raum. Aber ich konnte die Sehne wieder in die Bahnen bringen in den nächsten 20 km. Nur nicht den Kopf in den Sand stecken. Aber was mich wirklich hat kämpfen lassen, war die unheimlich liebe 🫶🥰Uta Damm. Nur wegen dir bin ich weiter gelaufen. Unsere gemeinsame Zeit wollte ich so einfach und kampflos nicht wegwerfen. Du bist mir sowas von ans Herz ❤️ gewachsen das kannst du Dir gar nicht vorstellen. Die Zeit zusammen ist sowas Kostbares. Die ganzen schönen Eindrücke konnten wir kaum verarbeiten. In Grumbach gestartet sind wir müde und glücklich in Holzhau angekommen.

Etappe 3 / 68 km und 1168 km
(Heimreise läuferisch)
Sonntag
Früh aufgestanden wie ein alter Mann mit ordentlich geschwollener Sehne. Ein bisschen gedehnt ging alles wieder wunderbar und die Sehne war auch wieder im Lot. Heute rief die Heimat. Aufbruchstimmung. Tolle Gespräche und das gemeinsame Teilen von Eindrücken. Das schweißt unglaublich zusammen liebe Uta 🥰damit bist du ganz besonders gemeint. Wälder, Talsperren einfach traumhaft schön. Gefühlt wurden wir immer schneller und die Freude stieg merklich an. Und da in Dresden stand meine kleine Whanjung Kumor und meine Tochter Kumor Thipsuda am Streckenrand. Ich hab euch so vermisst all die Tage 🥰. Die Freude war bei allen riesig. So sind wir überglücklich im Ziel angekommen.

Die Zeit zusammen und die gemeinsamen Erlebnisse kann uns niemand mehr nehmen.

Ganz lieben Dank 🙏 um das Orga Team und besonders Jenny Klemt die jetzt erschwerend alles alleine wubben musste. Ohne euch wäre niemand auch nur annähernd soweit gekommen.

Vielen lieben Dank an Eckhardt der mir auch ohne zu Fragen geholfen hat ganz selbstverständlich.

Vielen lieben Dank an alle Läuferinnen und Läufer die den Lauf zudem besonderen macht was er ist.

Marcus Oertel, es war mir eine wahre Freude Dich die ganzen Tage begleiten zu dürfen.

In diesem Sinne Sport frei ihr Lieben genießt die Zeit zusammen ganz egal welche Zahl dann auf dem Kilometerzähler steht..🫶🫶🥰

Marcus Oertel

Ultralauf Dresden 13.0 – Laufbericht Marcus Oertel

6. bis 8. März 2026: Es war wieder Zeit für den Ultralauf Dresden, dieses Jahr die 13. Edition, vom Rabenberg aus den Erzgebirgskamm entlang bis nach Holzhau und von dort runter an die Elbe nach Dresden. Ich hatte mich langfristig angemeldet und vorbereitet, so dass ich motiviert und optimistisch in den Lauf gehen konnte.

Tag 1 wartete gleich mit den meisten Kilo- und Höhenmetern und dem Fichtelberg als Highlight auf. Start war ca. 7:15 Uhr am Hotelkomplex Rabenberg, was einige von uns knapp 20 StarterInnen schon vom Sachsentrail her kannten. Zusammen starteten wir durch den hübschen Nadelwald, immer in Grenznähe. Es war knapp über Null und herrliche Morgensonne, also ideal zum Laufen. Ecki, unser Laufchef der ersten beiden Tage, führte uns ruhig nach Rittersgrün mit dem ersten Verpflegungspunkt, den unser tolles Helferteam am Ortsrand aufgebaut hatte.

Dann begann der mehr als 10 km lange Anstieg, zunächst am Pöhlwasser entlang, später am Klingerbach. Ab ca. 900 HM tauchten wir in den Winter ein. Das heißt, auf dem Weg lag jetzt Schnee. Und der wurde immer glatter, ab ca. 1.000 HM dann mit vielen Blankeisstellen. Teilweise mussten wir uns am Gestrüpp am Wegesrand festhalten, um uns vorwärts kämpfen zu können. Ich dachte: Ein Königreich für ein paar Grödel! Warum hatte ich die nicht beim VP in Tellerhäuser eingesteckt? Mühsam erreichten wir so die Straße, wo wir uns teilten: Ecki lief mit einem Teil weiter auf dem Waldweg, die Anderen mit mir am Straßenrand bis zum nächsten VP kurz unterhalb des Gipfels. Dort erfuhren wir, dass unser Ultralauf-Chef Hartmut, der uns als Begleitung mit dem Rad folgte, übel gestürzt war und nun auf dem Weg ins Krankenhaus sei. Alle waren natürlich bestürzt. Ausgerechnet Hartmut, der sich das ganze Jahr für den Ultralauf engagiert, musste verletzt so zeitig aussteigen. Wir waren sehr traurig, aber an Aufgeben oder Absagen dachte niemand. Wir wurden nochmal zu größter Vorsicht ermahnt. Alle sollten die Grödel anlegen. Harald, der keine unmittelbar dabeihatte, stieg für die nächste Etappe vernünftigerweise in den Begleitbus.

Dann ging es den letzten Kilometer hoch zum Gipfel des Fichtelbergs (1.215m), dem höchsten Berg Sachsens und zugleich unserer gesamten Tour. Auch am Gipfel schien die Sonne großzügig, wie den ganzen Tag heute. Die Sicht war recht passabel, der nahe Klinovec/Keilberg und ein gutes Stück des Erzgebirgskamms waren zu sehen. Wir machten ausgiebig Fotos, ganz in Ruhe, bevor es dann über den Nordhang wieder runter ging. Der Downhill war anfangs easy, später gab's einen hübschen Singletrail über Schnee und Eis in einer Fichtenschonung. Der Hang wurde immer steiler, teils mit Grabenweg, bis wir an der Himmelleiterhütte den lieben Jens trafen. Eigentlich hatte er für dieses Jahr abgesagt, war dann spontan für den einen Tag mit dem Rad dabei. Na, die Überraschung war gelungen!

Die nächste Zeit ging es lang durch den Wald, meist breite Forstwege. Die Kilometer purzelten, machten sich so langsam aber auch in den Beinen und Gelenken bemerkbar. Wir liefen knapp unterhalb des Bärenstein entlang mit Blick auf den Ort Bärenstein und das tschechische Vejprty auf der anderen Seite des Pöhlbachs. Unsere Strecke verlief weiter am Pöhlbach flussab nach Norden und führte uns damit zunächst ein Stück von Kamm und Grenze weg. Bald waren die 50 km geschafft, und wir dachten schon mit Sehnsucht ans Ziel, an eine Dusche, ein Abendessen und natürlich das Bett. Aber noch mussten wir kämpfen! Östlich von Annaberg-Buchholz, welches wir nicht sahen, liefen wir dann über die Höhe nach Mildenau, mit schönem Blick zum Großen Pöhlberg und weiter ins Rauschenbachtal. Der schmale Wanderweg schlängelte sich hier herrlich durch den Fichtenwald talaufwärts. Die einsetzende Abendsonne tauchte alles traumhaft in goldenes Licht. Noch eine kleine Runde durch den Wald, dann erreichten wir nach ca. 64 km das Tagesziel am Hotel Heilbrunnen bei Grumbach. So ein tolles Gefühl, das Ziel erreicht zu haben! Wir checkten ein, und trafen uns nach Dusche und Massage im Speisesaal, wo uns der Küchenchef persönlich das super leckere Buffett präsentierte, bis uns der Zahn dermaßen tropfte, dass alle mit einem herzhaften Appetit sich auf's Essen stürzten und es sich munden ließen. Einige von uns gönnten sich noch ne Sauna. Dann ging's auf die Zimmer zum wohlverdienten Schlaf, der die dringend notwendige Erholung brachte. Dann das war ja erst Tag 1...

Und Tag 2 folgte sogleich, die Strecke verlief von Grumbach nach Holzhau. Nach den gestrigen 64 km war der Start heute erstaunlich leicht. Es ging über eine frostige Wiese und etwas Wald direkt runter ans Schwarzwasser bis Schmalzgrube. Dahinter erwartete uns dann einer von zwei großen Anstiegen heute, der am Lustigen Hans vorbei bei schönster Morgensonne bis auf den Hirtstein (890m) mit Gipfelfelsen führte. Interessant fanden wir auch den fächerförmigen Basaltaufschluss direkt hinter der Baude, an welchem wir vorbei weiter nach unten in den Wald liefen.

Dann gab's wieder längere Zeit Waldautobahn (=Forstweg) bis Reitzenhain und dann durchs Moor weiter bis hinter Kühnhaide zum Verpflegungspunkt am Wanderparkplatz, einer der wenigen Orte auf dieser Etappe, welche ich schon von früher kenne. Bald danach erreichten wir Rübenau, auf einer großen Lichtung inmitten von Wald gelegen. Ein paar Kilometer dahinter gab's dann einen eher versteckten, abenteuerlichen Trail, welcher uns direkt unterhalb der Stößerfelsen entlangführte. Unserem Streckenguide Ecki war das eine Herzensangelegenheit, mal weg vom Forstweg und rein in die urigen Single-Trails. Ich fand das super! Am Stößerfels genossen wir dann die sonnige Aussicht über das tiefe Tal der Natzschung oberhalb von Rothenthal. Dann ging es runter nach Olbernhau, genauer gesagt durch den Ortsteil Grünthal mit der historischen Saigerhütte. Hier querten wir die Flöha, um dahinter den zweiten richtig heftigen Anstieg für heute anzupacken. Das ging nochmal ordentlich in die Vollen!

Irgendwann querten wir die kleine Stadt Sayda, wo auf dem Fußballplatz die Junioren spielten. Hinter dem nächsten Dorf Friedebach gab's nochmal nen Anstieg hoch zur Kreuztanne, dann links in den Wald und über einige Äcker und Waldstreifen bis zum Tal der Freiberger Mulde. In Rechenberg querten wir den Fluss beim hübschen Ensemble mit Rathaus, Bürgruine und Brauerei, dann noch ein letzter fieser Anstieg, die letzten 1-2 Kilometer.... und wir kamen nach 61 km in Holzhau am Hotel Lindenhof an unserem Tagesziel an. Wieder eine heftige Tagestour, ein Ultra mit viel Höhenmetern, ein paar glatte Stellen, aber ansonsten mit Bombenwetter. Und vor allem in einer tollen Gruppe mit gleichgesinnten Ultrabegeisterten und unterstützt von dem besten Helferteam, was ich mir vorstellen kann. Der Tag wurde dann noch mit Massage, Sauna und Essen abgerundet... und natürlich ein angenehmes Bett zum Ausruhen... denn am nächsten Tag mussten wir ja nochmal ran…

Und dann kam Tag 3 und damit Schlussetappe beim 13. Ultralauf Dresden. Für mich gab es heute eine Premiere als Streckenguide, da ich die Tour mehrmals in der Vorbereitung gelaufen war. Nach den beiden Vortagen, die wunderschön aber auch mächtig anstrengend waren, gab es heute nochmal eine richtig anspruchsvolle Strecke. Zwar ging es tendenziell nach unten, aber einige fiese Anstiege waren natürlich trotzdem dabei. Und so ging es gleich nach dem Start in Holzhau los, denn wir mussten erstmal aus dem Tal der Freiberger Mulde raus, Gehberg nach oben und dann weiter bis ins nächste Tal an der schönen Gimmlitz. Nach dem ersten VP an der Buschmühle gab's lange Wege durch den Wald, bis wir nach ca. 12 km an die Talsperre Lehnmühle gelangten. Am Westufer ging's schön trailig über Stock und Stein, auch ein kleiner Bach musste übersprungen werden.

Dann liefen wir den Weg an der Wilden Weißeritz abwärts, bis wir nach rechts hoch zum Fürstenweg abbogen. Wieder ein steiler Anstieg. Oben auf dem Weg gab's dann einen weiten Blick übers Osterzgebirgsvorland bis zu Elbtal und Sächsischer Schweiz. Über Schwarzbusch und Paulsdorfer Heide gelangten wir nach knapp 30km zur Talsperre Malter. Erstläufer Micha wurde hier herzlich von seiner Familie empfangen, und wir machten noch ein Foto auf der Mauerkrone.

Als nächstes tauchten wir in den Grund der Roten Weißeritz ein, zunächst Seifersdorfer, dann Spechtritzer und schließlich Rabenauer Grund genannt. Das teils enge Kerbtal mit den bizarren Felsformationen gefiel uns super, und die Weißeritztalbahn überholte uns dampfend. Dann gab es noch den Aufstieg durch das Lübauer Gründel am Borlasbach hoch nach Lübau, nur um dahinter über den Nixensteig wieder steil runter zur Weißeritz zu kommen. Mit dabei war auch Alex aus Freital, dem wir bei seiner Morgenrunde über den Weg liefen, woraufhin er sich uns spontan anschloss. So kamen wir in Freital-Cosmannsdorf an. Wir hatten 40 km in den Beinen, seit Freitag ja schon 165 km. Wir brannten darauf, die letzten 20 km auch noch zu schaffen.

Doch dafür mussten wir zunächst erstmal den Jägersteig empor, ein langer Gehberg mit Verlängerung bis zur Opitzhöhe. Das fraß ordentlich Körner. Dank meiner guten Vorbereitung, hab den Anstieg dreimal vorher gemacht, lief das aber echt geschmeidig. An solchen Stellen mussten Ecki und ich immer mal wieder unsere Spitzenläufer bisschen einbremsen, damit der Abstand zu den Langsameren nicht allzu lang wurde. Einzeln kann ich da jede und jeden verstehen. Aber für die Gruppe ist es insgesamt besser, wenn wir kompakt gemeinsam unterwegs sind. Das klappte unterm Strich auch recht gut. Wir haben uns als Team mehr und mehr gefunden.

Wir liefen also weiter, durch Freital-Weißig, durch den Weißiger Wald oberhalb von Saalhausen nach Zauckerode. Am Netto neben dem Café Positano nochmal ein VP zur Stärkung. Unser Helferteam hat uns wieder großartig begleitet und unterstützt! Dann ging es den letzten richtigen Berg nach Freital-Kohlsdorf hoch, nochmal ein steiler Gehberg. Oben dann das Ortseingangsschild von Dresden, über die Autobahn zur Gompitzer Höhe. Ein herrliches Gefühl, denn nun hieß es nur noch nach unten laufen, dazu durch den idyllischen Zschonergrund mit einem letzten VP an der Zschonermühle. Ecki hielt nochmal eine Ansprache, und wir teilten das Läuferfeld. Der größere Teil lief mit mir im Grund runter bis zur Weltemühle, hier ein spontanes Gruppenbild. Dann ging’s weiter zur Elbe runter und über die Autobahnbrücke über den Strom. Die Elbe! Herrlich, wieder hier zu sein! Damit war allen klar, dass wir unmittelbar vor dem Ziel waren. Die letzten paar hundert Meter… dann kamen wir am Ziel auf dem Parkplatz beim Edeka Foodstore in Dresden-Übigau an. 186km und ca. 3.500 HM im Kasten!

Wir wurden hier herzlich empfangen von unserer Helfer-Crew und einigen Lauffreunden und Angehörigen. Wir fielen uns in die Arme voller Freude, die Strapazen und Glücksmomente der letzten drei Tage gemeinsam gemeistert zu haben. Besonders hab ich mich gefreut, dass meine Mama und ihr Freund Uwe da waren! Ebenso Melanie, Bernd und Kai von der Mitlaufgelegenheit DD. Es machte sich bei mir ein echtes Runners-High breit. Ich war mega froh, dass ich den Tag 3 als Streckenguide gemeistert hatte, ebenso die gesamte Strecke gut durchgelaufen war. Tja, dieses Jahr passte (fast) alles: Bin anders als in den Vorjahren endlich mal problemfrei geblieben. Und dann die gute Vorbereitung dank NAR-Winter-Running-Challenge im Team mit Pierre. Unser super Orga- und Helferteam hat genauso alles gegeben wie die Läuferinnen und Läufer, ganz lieben Dank nochmal! Stark fand ich auch die Ladies, sind alle durchgelaufen dieses Jahr. Respekt! An alle geht mein Dank, dass ihr dabei wart und diesen Ultralauf 13.0 wieder zu einem starken Gemeinschaftserlebnis gemacht habt! Mit dem milden und sonnigen Frühlingswetter haben wir Glück gehabt, wenn es auch teils noch brutal glatte Stellen gab. Leider hat das auch zum Sturz von Chef Hartmut geführt. Lieber Hartmut, wir haben beim Ultralauf viel an dich gedacht, dir wünsch ich schnelle Genesung und dass du bald wieder stabil zurückfindest! Damit ist der 13. Ultralauf Dresden vom Rabenberg durch’s Erzgebirge nach Dresden Geschichte. Er wird uns und mir als intensives Erlebnis ewig in Erinnerung bleiben. Danke, danke, danke!

Jens Kafka

Kein Ultralauf Dresden ohne mich. Spontan und ,,konspirativ" am Montag den Entschluss gefasst, meine Laufsportfreunde vom Ultralauf zu überraschen und ins Tagesziel zu begleiten. Leider ist mein Freund und der Organisator Hartmut Kohn noch vor dem Fichtelberg mit dem Rad so schwer gestürzt, das er ins Krankenhaus verbracht wurde und sich doch schwerer verletzt hat , als es erst den Anschein machte. Ich wünsche dir eine gute Besserung und baldige Genesung mein Lieber. Ich selbst fuhr früh mit dem Auto ins Tagesziel und ,,sprang" auf mein Rad . Erst mal runter ins Tal nach Bärenstein und auf der anderen Talseite wieder hoch um auf den Track des UL zu kommen. Stet ging es bergan und stellenweise war es richtig steil. Nach ca. 12km war ich dann am Fuß des Fichtelberges am Sporthotel von Jens Weissflog. Dort schaute ich dann in den Tracker und sah, das die Läufer im Abstieg vom Fichtelberg war. Also setzte ich mich 10min in die Sonne und wartete ...... Alle Die mich kennen waren positiv überrascht hatte ich doch eigentlich nur Harald eingeweiht; Alexander wartete im Ziel. Herrlich die ungläubigen Blicke der bekannten Gesichter. Hier erfuhr ich auch von Hartmuts Sturz und war da etwas fassungslos. Fortan ging es also als Radbegleitung wieder zurück und am nächsten VP begrüsste ich die unbezahlbaren Helfer des Ultralaufes. Und so ging es von VP zu VP über wunderbare Wege bei traumhaften Wetter. Sogar ein ,,wurzliger" Trailabschnitt  verlangte uns Radfahrern, Enrico und mir noch mal allerhand ab. Repekt an Silvio der sich erst am letzten VP ins Auto setzte, da war dann der Akku kpl. alle. Die letzten km bis zum Tagesziel setzte dann die Dämmerung ein und ich begrüße Alex und Claudi, die schon warteten. Jenny und Doreen fuhren zu Hartmut, welchen ich auf der Heimfahrt anrief,  ins KH und ich nach Hause. Fazit: meine Überraschung war geglückt und ich hatte nach meiner Erkältung endlich mal wieder Sport, immerhin 58km mit fast 1300hm ließen mich erschöpft daheim ins Bett fallen...

Hartmut Kohn

Mit dem Ultralauf 13 habe ich mich seit dem Sommer letzten Jahres beschäftigt. Alles gemeinsam mit dem Orga Team geplant. Strecke, Hotels, Sponsoren usw. Es war nicht einfach. Ich schwebte zwischen Beruf, Familie, Training und Orga hin und her. Der Ultralauf Dresden ist meine Aufgabe/Bestimmung/mein Ventil zur Welt. Bewegen konnte ich schon vieles mit dem Ultralauf. Ich habe dadurch viel erlebt, viele Erfahrungen gesammelt, positive und negative. Aber solange mein Team zu mir steht, mache ich weiter. Nach der Öffnung der Anmeldung zum Ultralauf 13 gingen einige Wochen ins Land, die Anmeldezahlen stiegen. Dann galt es die Probestreckenläufe ins Auge zu fassen. Zeitlich nicht einfach, da mein Schicht- und Familienrhythmus umfangreich war. Es gab Einiges zu koordinieren. Die Hotels verlangten sehr viel Aufmerksamkeit. Dann endlich die Woche zum Ultralauf. Eigentlich 7 Tage Sport pur in Vollzeit. Aber es sollte anders kommen, sportlich usw. So musste ich an zusätzliche Punkte denken, die mir ein wenig die Freude auf das Ultralauf Wochenende nahmen. Die Punkte ließen sich klären. Am Donnerstagvormittag dann das Beladen der Transporter.  Am Nachmittag ging es zum Rabenberg mit den Transportern. Beim Meeting wurde Stefan Link als Dienstältester Helfer mit einem symbolischen Ritterschlag geehrt. Die nachfolgende Nacht war kurz und voller Gedanken. Mein Orga Team half mir meine Aufregung in den Griff zu bekommen. Sie können fühlen und wissen, wie meine Gedanken sind. Toll, sie strahlen Ruhe und Zuversicht aus. Pünktlich ging es am Freitag kurz nach 7:15 Uhr los. Gleich ging es bergauf. Als Radfahrer kam ich kaum hinterher. Ja, selbstgewähltes Leid. Nach dem 1. Verpflegungspunkt hätte ich die Möglichkeit gehabt, ins Auto einzusteigen. Aber ich wollte mich den nächsten Bergen stellen. An einem Anstieg, wo doch noch Schnee lag, bin ich zu Fall gekommen. Ordnungsgemäß zunächst die Ultralauf Notrufnummer gewählt und meine Rettung mit dem Team besprochen. Helfer Micha Sandig mit einer Sanitäter-Ausbildung machte sich mit Helferin Jenny zu mir auf den Weg. Das war gar nicht so einfach. Meine Liege-Position befand sich in einem unwegsamen Gelände . Da ich aus eigener Kraft nicht weiter bis zur Straße gehen konnte wurde die Bergwacht informiert. Diese kam superschnell zu mir, was auch nicht so einfach war. Beide Helfer der Bergwacht Oberwiesenthal haben sich super um mich gekümmert. Top, ruhig, strukturiert, sympathisch und freundlich. Bis zur Hauptstraße fuhr ich in einer Schleifkorbtrage angehängt an einem Quad bis zur Übergabe an den Rettungsdienst mit. Notärztin Anke war supernett,  kompetent und einfühlsam. Es lief alles wie im Lehrbuch ab. Dann ging es gemeinsam zum Krankenhaus Erlabrunn im RTW. Da wurde ich freundlich aufgenommen. Das anwesende Personal hat sich bestens um mich gekümmert. Meine Diagnose war Beckenpfannenfraktur. Die Krankenschwester/Pfleger im Krankenhaus Erlabrunn wussten mit mir umzugehen. Freundlich und streng. So ist es für mich okay 👍.  Sogar meine Sportsachen wurden zeitnah gewaschen. Mein Essen schmeckte und war meinen Allergien angepasst. Kenner wissen, was ich meine. Ich fühlte mich trotz der unfreiwilligen Umstände hier liebevoll aufgehoben. Meine Helfercrew hatte mittlerweile den Betrieb auf - ohne den Chef - umgestellt. Das hilft meiner Seele. Für mich blieb nur die Teilnahme in virtueller Form. Ich versuchte in meiner angeschlagenen Situation aus der Ferne zu steuern. Die Helfer fuhren von VP zu VP. Die Läufer liefen auf der festgelegten Route. Alles lief ohne mich. Jenny meine rechte Hand rief mich im Bedarfsfall an. Wir besprachen die jeweilige Lage und der U13 ging planmäßig weiter. Meine Gedanken fuhren derweil Achterbahn zwischen Sport, Familie und Arbeit. Ich hoffe, dass alles gut wird. Warum ich gestürzt bin, darüber bitte ich nicht zu diskutieren oder zu werten. Ein paar Monate Sportpause und vorläufig keinen Wettkampf, das steht jetzt zur Debatte. Zu Hause muss ich still liegen, dass ist der Supergau. Der Arzt sagt nun den weiteren Weg an. Wie es mit dem Ultralauf Dresden weiter geht. Warum nicht. Mit meinem Helferteam Jenny, Antje, Doreen, Micha, Stefan, Enrico, Reiner, Christoph, Bernd und allen stillen im Hintergrund kann und möchte ich den Ultralauf Dresden weiterführen.

Ines Uhlmann

Der Ultralauf-Dresden 13 startete auf dem Rabenberg. Erstes Tagesziel war Grumbach, von hier ging es nach Holzhau und auf der 3. Etappe bis nach Dresden. Ultra – mein erster Ultra war 2017 auf dem Weg von Wettin nach Dresden, gleich am ersten Tag. Gemeinsam mit Jens Kafka und Hartmut Kohn. Nun sind schon ein paar Tage vergangen und ich bin froh diese Gelegenheit genutzt zu haben einen „langen“ Lauf in der Region absolviert zu haben. Bei meiner Ankunft in Holzhau habe ich einige bekannte Gesichter (Alex, Gunnar, Swen, Steffan) gesehen und freute mich auf ein paar gemeinsame Kilometer. In Holzhau begann für mich ein LLDL über 60 km mit so etwa 900 HM bis Dresden. Auch wenn es bis Dresden tendenziell „bergab“ ging, war die Strecke gut wellig und es gab es einige (4) sehr gute Anstiege. Mein Ziel war ankommen, ohne einen Abschnitt im Auto zu verbringen, was bei dieser Veranstaltung möglich gewesen wäre. Gleich am Start ging es bergauf und mir war nicht mehr kalt. Die Strecke führte vorbei an der Talsperre Lehmühle, entlang der Wilden Weißeritz, mit Zwischenstopp auf der Staumauer der Talsperre Malter, durch den Rabenauer Grund, entlang der Roten Weißeritz, auf dem Jägersteig über!!!!! den Backofenfelsen, vorbei an meinem Zuhause in Freital, um dann entlang der Kohlsdorfer Straße hinauf nach Gompitz um in den Zschonergrund zu gelangen, diesen längs zu durchqueren und in Dresden das Ziel zu erreichen. Alle 5-7 km war ein Verpflegungspunkt, an dem wir reichlich und sehr gut verpflegt wurden. Hartmut und das Betreuerteam hatten Brühe, Kartoffel und Nudel vorgekocht. Dazu gab es Schnittchen, ganz sehr viel Naschereien und natürlich Getränke – es fehlte an nichts. Das Lauftempo der Spitzengruppe konnte ich nicht/nie mithalten. Da aber niemand zurückgelassen wurde erreicht ich jeden Verpflegungspunkt im Alleingang 😉 und auch das Ziel in Dresden. Am VP in Freital Cossmannsdorf kam der Hinweis das der Anstieg über den Backofenfelsen (km 42) nicht einfach ist und man überlegen soll evtl. ins Auto zu steigen. Da wir aber im Zeitplan waren, beschloss ich: ich zieh durch!! Ja es war ein sehr guter Anstieg, dann ging es noch am zuhause vorbei und nach einer kurzen Pause am Cafe Positano folgte der letzte große Anstieg über die Kohlsdorfer Straße nach Gompitz. Die detaillierte Streckenplanen für diesen Lauf erfolgte von Reiner Mehlhorn. Herzlichen Dank hier auch an Eckhard Seher, der mich und einen weiteren Läufer auf den letzten Kilometern begleitetet. Ein großes Dankeschön an des Versorgungs- /Betreuungstean und an den zum „Schäff“ geschlagenen Stefan Linke. Ein großer Dank geht auch an Reiner, er unterstützt und motiviert mich und meine kleinen Ziele seit vielen Jahren und so auch auf dem Weg zu diesen LLDL 😉 .

Spendenziel Ultralauf 13

Die Spenden für den Ultralauf 13 sollen dem RUN AND GONE e.V. zugute kommen.

Jeder kann frei entscheiden welchen Beitrag er leisten möchte.

Für Spenden ab 30 € versenden wir eine Thermotasse von CarlundCarla sowie ein Multifunktionstuch und ein Starterbeutel von Fenix, Spender:innen ab 50 € erhalten einen Regenschirm (solange der Vorrat reicht / Versand erfolgt nach Abschluss der Spendenaktion).

RUN AND GONE e.V.
RUN AND GONE e.V. entstand einst aus einem Lauf von Weißwasser bis nach Großrückerswalde. Roberto, Reno und Jörg machten sich auf den Weg. Aus dem Lauf kristallisierte sich die Präventionsarbeit an Schulen und Jugendhilfeeinrichtungen heraus. Suchprävention erhielt einen neuen Ansatz, da ehemalig Betroffene von ihren Erfahrungen und dem Ausstieg berichteten. Der Verein berichtet nun fachlich, was Sucht & Abhängigkeit bedeutet. Ein Ganztagsangebot leitet die jungen Menschen durch den Tag, mit Biographiearbeit, Gruppenarbeiten, theoretischem Hintergrundwissen sowie mit einem gemeinsamen Lauf - Laufen verbindet! So lernten wir Hartmut Kohn kennen. Die sozialen Medien machten es möglich und durch den Kontakt zu Robby Clemens kam das zustande. 2017 lief Hartmut mit uns gemeinsam ein Teilstück und in den Jahren entwickelte sich durch das Laufen eine Verbundenheit. Denn wie der Verein, macht sich Hartmut läuferisch stark und sammelt Spenden für verschiedene wohltätige Zwecke. Über die Jahre hinweg ist der Kontakt bestehen geblieben und Hartmut brachte sich bei jährlich wiederkehrenden Läufen vom Verein mit ein und begleitete uns auf Teilwegen. Hier war immer Platz und genügend Luft für gemütliche Gespräche am Wegesrand. Dass wir in diesem Jahr ausgesucht wurden, um Teil dieser wunderbaren Spendenaktion zu werden, erfüllt uns mit Freude und Stolz.

Spendenkonto

RUN AND GONE e.V.
DE09 8306 5408 0004 1961 04

Verwendungszweck: Ultralauf 13

 

 

Wer eine Spendenquittung möchte, gibt beim Verwendungszweck neben Ultralauf 13 zusätzlich noch seine Anschrift mit an!